FAQ's
Anstiftung Nächstenliebe
Die »Anstiftung Nächstenliebe« ist eine Stiftung, die von den Schulgründern ins Leben gerufen wurde und sich verpflichtet hat, mit allen verfügbaren Mitteln und Spenden die Neue Schule Hamburg zu unterstützen. Weitere Informationen senden wir Ihnen gerne zu.
Aufnahme neuer SchülerInnen
Die wichtigste Voraussetzung für die Aufnahme von neuen SchülerInnen ist die Entscheidung des Kindes für diese Schule und das Vertrauen der Eltern in dessen Lernkompetenz und in das Schulkonzept. Die Aufnahme neuer SchülerInnen ist ganzjährig möglich.
Eltern
Die Schule strebt einen regen Austausch und eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern an. Ihr Vertrauen in ihre Kinder bildet das Fundament, auf das unsere Schule baut. Die Eltern können auch, nach Abstimmung mit der Schulversammlung, an der Tagesgestaltung mitwirken. Sie können sich selbst, ihre Ideen und ihre Wünsche mit einbringen, über die dann in der Schulversammlung abgestimmt wird.
Finanzierung
Nach Genehmigung einer privaten Schule muss diese sich über 3 1/2 Jahre quasi „beweisen“ und finanziell ohne staatliche Unterstützung auskommen. Diese Zeit mit einer Betriebsmittelgesamtsumme von ca. 900.000 Euro wird über Kleinbürgschaften von der GLS Bank finanziert. Nach diesen 3 1/2 Jahren stehen privaten Schulen dann 85 % der landesspezifisch festgesetzten Schülerjahreskosten zu. Aus dem kleinen, dann zu erwartenden Überschuß wird der Kredit zurückbezahlt. Das Gebäude ist von Nena und ihrem Mann in die Stiftung ANSTIFTUNG NÄCHSTENLIEBE eingebracht, die es an den Trägerverein der Schule vermietet. Für Sanierung und Umbau des Gebäudes sowie Anschaffungen und Instandhaltung sind weitere Spender und Sponsoren unerläßlich.
Lehrer
An der Schule werden 6 LehrerInnen arbeiten. Sie sind zu mindestens 75 % staatlich diplomierte Gymnasial- und Gesamtschullehrer und bilden mit ihren verschiedenen Fachgebieten das „wandelnde Lexikon“ der Schule. Zusätzlich werden bei Bedarf passende Honorarkräfte gezielt für spezielle Wissensgebiete hinzugezogen. Das Lehrer / Schüler Verhältnis liegt mit 1 zu 17 im Bundesdurchschnitt.
Lernarchiv
Das persönliche Lernarchiv dokumentiert erlernte Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten. Es wird von jedem Schüler eigenständig geführt und umfasst unterschiedlichste Inhalte. Ob Übungen, Ergebnisse von erarbeiteten Sachverhalten, Unterrichtsmaterialien, künstlerische Arbeiten, Referate oder auch eine schriftliche Wochenzusammenfassung: das Lernarchiv soll zumindest einen Teil des individuellen Schulalltags widerspiegeln. Auf Wunsch des Schülers schreiben auch die LehrerInnen kurze Berichte.
Lernen
Die Schüler lernen gemeinsam und altersübergreifend. Sie lernen, indem sie Dinge ausprobieren, anderen zusehen, etwas mit ihnen machen, sich mit ihnen unterhalten, spielen, lesen... Lerngruppen bilden sich durch gemeinsame Interessengruppen. Jeder Schüler entscheidet für sich selbst, wann, was, wie und mit welchen Hilfen er lernt. Er folgt dabei seinem eigenen Lehr- und Lernplan, der mit den Lehrern abgestimmt und dokumentiert wird.
Lösungskomitee
Mit Verletzungen der gemeinsam erstellten Regeln befasst sich ein immer wechselndes Gremium der Schulversammlung: das Lösungskomitee. Dies setzt sich aus mehreren Schülern und einem Lehrer zusammen, die sich regelmäßig abwechseln. Die Teilnahme am Lösungskomitee ist für die SchülerInnen verpflichtend.
Schüler
Die Neue Schule Hamburg ist eine Gesamtschule mit staatlicher Genehmigung als Ersatzschule für Schüler ab 6 Jahren mit jederzeitigem Schuleintritt von 1. bis 10. Klasse.
Schulab(AN)schlüsse
Solange die Schule den Status der genehmigten und nicht der anerkannten Ersatzschule hat, ist sie nicht berechtigt, selbst Schulabschlüsse zu vergeben. Die SchülerInnen haben jedoch die Möglichkeit, Schulabschlüsse extern zu erwerben. Wir bereiten die Schüler grundsätzlich auf die Mittlere Reife vor. Die Sekundarstufe II – mit Vorbereitung auf die Hochschulreife – wird angestrebt.
Schulgeld
Für den Besuch an der Neuen Schule Hamburg wird ein monatliches Schulgeld in Höhe von € 150 erhoben. Für Geschwisterkinder fallen monatlich € 75 an. Hinzukommt eine Lehrmittelpauschale und ein tägliches Essengeld, dessen Höhe in der Schulordnung festgelegt ist.
Schülerzahl
Die Neue Schule Hamburg bietet Raum für 85 Schüler. Die 85 Plätze für das Schuljahr 2007/2008 sind leider schon vergeben. Schicken Sie bei Interesse trotzdem gerne eine Anmeldung oder eine Nachricht an die Neue Schule Hamburg, es gibt immer Möglichkeiten und jeder ist willkommen. Sie erhalten dann zunächst einen Platz auf der Warteliste.
Die Schule unterstützt auch Gründungsinitiativen. Sie finden Anmeldeformular und Email-Kontaktdaten auf der Webseite: www.neue-schule-hamburg.org
Schulversammlung
Die alltäglichen Angelegenheiten werden auf der wöchentlichen Schulversammlung geregelt, bei der jeder Schüler, jeder Lehrer und Mitarbeiter eine Stimme hat. Zudem berät die Schulversammlung u.a. über Verhaltensregeln, finanzielle Ausgaben und die Einstellung von Lehrern und Mitarbeitern. Eingaben erfolgen schriftlich, und die Versammlungen werden protokolliert.
Schulzeiten
Die Schule ist eine Ganztagsschule. Sie ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Die festen Kern(Lern)zeiten sind für die SchülerInnen in der Grundschule von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr und für die Sekundarstufe I von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr.
Spenden und Sponsoring
Da wir die ersten dreieinhalb Jahre selber finanzieren müssen, freuen wir uns über Spenden, Fördermitgliedschaften und Sponsoring durch Firmen. siehe auch Unterstützung
Anstiftung Nächstenliebe
Konto 200 80 90 900
GLS Bank Bochum
BLZ 430 609 67
Standort
In Hamburg-Rahlstedt am Schimmelreiterweg 11 haben wir eine alte Gründerzeit Villa gekauft, die wir zur Schule umgebaut haben. Auf vier Etagen stehen den SchülerInnen insgesamt fast 500 qm zur Verfügung: Von Multifunktions- und Musikräumen, Wissenschaftslabor, Lese- und Ruheräumen bis hin zu einer Küche mit angrenzendem Speiseraum. Das Schulgebäude steht auf 1700 qm parkähnlichem Gelände.
Sudbury – Grundlagen
1968 wurde im US-Bundesstaat Massachusetts die Sudbury Valley School gegründet. Inzwischen gibt es weltweit mehr als 40 Schulen, die sich am Modell der Sudbury Valley School orientieren und sich in Anlehnung an das Original Sudbury-Schulen nennen.
An Sudbury-Schulen geht man davon aus, dass Kinder und Jugendliche am effektivsten lernen, wenn sie über ihr Lernen selbst bestimmen können. Sudbury-Schulen ermöglichen den Schülern, ihre Persönlichkeit frei zu entfalten und die Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen.
Entscheidungen, welche die ganze Schule betreffen, werden demokratisch durch eine wöchentlich tagende Schulversammlung getroffen. Schüler und Mitarbeiter sind dabei gleichberechtigt. Die Durchsetzung der gemeinsam beschlossenen Regeln erfolgt durch ein rechtliches Verfahren.
Das Sudbury-Konzept an der Neuen Schule Hamburg
Im direkten Vergleich mit dem vorgetragenen Wissen, wie es an Regelschulen den Schülern angeboten wird, läßt sich die Neue Schule Hamburg nicht verstehen. Wenn aber Lernen ein Prozess ist, der zu Toleranz, Gerechtigkeitsempfinden, Verantwortung für sich, die Mitmenschen und die Umwelt und zu aktiver Teilnahme und Gestaltung unserer demokratischen Gesellschaft führen soll, dann erfüllt die Neue Schule Hamburg gerade diese Anforderungen vortrefflich.
Denn die zwei großen Pfeiler, auf denen unser Konzept aufbaut, sind
- Vertrauen in die Kinder sowie
- konsequente Demokratie.
Vertrauen in die Kinder heißt, auf die dem Menschen angeborene Neugier zu vertrauen. Es heißt, darauf zu vertrauen, dass das Leben, seine Herausforderungen und zu entdeckenden Geheimnisse den Schüler beständig zum Lernen führen. Es heißt auch, dem Schüler den Freiraum zu geben, seinen persönlichen Lernimpulsen nachzugehen und selbständiges Denken und Handeln zu ermöglichen.
So wird Lernen als persönliche Bereicherung empfunden und beschränkt sich nicht auf Schule, sondern wird ein wesentliches Element des Lebens. Und heute, in einer sich in rasantem Tempo verändernden Gesellschaft, ist mehr denn je die Fähigkeit zu lebenslangem Lernen und eigenverantwortlichem Denken gefragt.
Konsequente Demokratie heißt Freiheit - und Verantwortung!
Nur wer Entscheidungen selbst fällt, kann dafür auch Verantwortung übernehmen. Demokratie lernt man durch demokratisches Handeln, Gleichberechtigung durch gleichberechtigtes miteinander Leben. Die Schule funktioniert demokratisch, das heißt alle Entscheidungen werden durch die Schulversammlung, in der jeder Schüler und Lehrer eine Stimme hat, gefällt. Interessen Einzelner müssen immer mit der Gemeinschaft abgestimmt werden. Jeder Schüler ist Mitgestalter seiner Umgebung und lernt, seine Bedürfnisse zu artikulieren und mit seiner Umgebung in Einklang zu bringen. Die sozialen Kompetenzen, die als Anforderung von sowohl Hochschulen, Verwaltungen als auch Unternehmen ständig an Bedeutung gewinnen, bilden sich zwangsläufig.
Trägerschaft der Schule
Träger der Schule ist der Verein ‚Neue Schule Hamburg e.V.‘
Vergleichsarbeiten
Die SchülerInnen der Neuen Schule Hamburg nehmen an den jährlichen Vergleichsarbeiten der Behörde für Bildung und Sport teil. Dies betrifft in der Regel die Jahrgangsstufen der 3., 6. und 8. Klasse und umfasst die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch. An der Neuen Schule Hamburg kann jeder an den Vergleichsarbeiten teilnehmen, der sich dieser Aufgabe stellen möchte.
Versetzung / Aufrücken
Da es an der Schule keine von einander getrennten Klassenstufen gibt, findet ein automatisches Aufrücken statt.
Wechsel auf eine staatliche Schule
Ein Wechsel auf eine staatliche Schule ist möglich. Ebenso umgekehrt.

